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Die Chronik vom DRK-Freizeitheim Steiglochhof:

– früher genannt „An der Hasensteig“

Die Vorgeschichte über die Besiedelung und Entstehung des Hofes mit seinen ursprünglichen 17,6 Hektar kann nicht mehr ganz lückenlos zurück verfolgt werden. Eines steht jedoch zweifelsfrei fest: Unsere Vorfahren bekamen das Land lediglich als Lehen vom Grundherren oder vom Landesfürsten zur Bewirtschaftung zugewiesen. 
Nach dem alten Grundbuch von Reichenbach ist das Anwesen „An der Hasensteig“ im Jahre 1471 von einemUlrich Has bewirtschaftet worden. Diese Jahreszahl ist die erste urkundlich belegte Erwähnung des Hofes. Somit ist dokumentiert, dass an dieser Stelle seit über 500 Jahren ein Gebäude steht. 
Im Jahre 1590 wurde der Hof von einem Mathias Lehrer bewirtschaftet. Obwohl der Steiglochhof ringsherum von flächenmäßig größeren Höfen umgeben ist, können wir annehmen, dass der Hof als kleinerer land- und forstwirtschaftlicher Betrieb schon sehr lange besteht, denn das zur Verfügung stehende Land konnte eine Familie ernähren. Der Gütler Christian Has bewirtschaftete von 1661 bis 1695 an der unteren Hasensteig dieses Anwesen. Aus erster Ehe mit Christine Weisser vom Wieserhof hatte er fünf Kinder und in zweiter Ehe mit Johanna Moser vom Berghof, beide Höfe sind im Offenbachtal gelegen, hatte er nochmals fünf Kinder. 
Die Bewirtschaftung des Steiglochhofes ging so über Generationen weiter. Die Familiennamen wechselten zu Schuler, Aberle, Hildbrand, wieder zu Aberle und zuletzt zu Staiger. Für die Zeit um 1700 bis Ende des 19. Jahrhunderts liegen leider keine Aufzeichnungen vor. Aus Erzählungen von Anna Maria Epting, geb. Aberle, geboren am 16.01.1886 und verstorben am 14.08.1972, wurde in der Vorzeit (1700 – 1850) ein Teil des Hofes und die Hälfte des Hofgebäudes an den talaufwärts liegenden Obersteighof verkauft. 
Daher können wir annehmen, dass zu dieser Zeit zwei Familien hier gewirtschaftet haben. Spuren dieser Zweiteilung waren im Stallbereich noch vor dem Umbau zum heutigen DRK-Freizeitheim zu erkennen. Weiter berichtet Anna Maria Epting, dass ihr Vater Georg Aberle, der den Hof von 1884 bis 1909 bewirtschaftete, die vormals verkauften Grundstücksflächen – einschließlich des halben Hofgebäudes – wieder von der Obersteig zurückkaufte. 
Im Jahr 1933 verkaufte die kinderlos gebliebene Familie Epting das Anwesen an Simon Staiger und dessen Ehefrau Christine, geb. Breithaupt. Am 8. September 1933 zog Familie Staiger im Steiglochhof ein. Simon und Christine Staiger hatten fünf Kinder: die Tochter Marie und die Söhne Christian, Helmut, Simon und Ernst. 
Im Alter von 28 Jahren übernahm Sohn Helmut Staiger im Jahr 1964 das väterliche Gut. Am 10. Februar 1968 heiratete Helmut Staiger vom benachbarten größeren Unterlangenbachhof Hilda Lauble. Diese Hochzeit vereinigte beide Höfe mit 59,6 ha und 17,6 ha und so entstand ein stattlicher Schwarzwaldhof mit insgesamt 77,2 ha Land. Beide Höfe bildeten nun nach dem baden-württembergischen Jagdgesetz einen Eigenjagdbezirk, den der Besitzer, sofern er den Jagdschein besitzt, selbst bejagen darf. Nach der Hochzeit wohnten die Eheleute Staiger noch einige Jahre im Steiglochhof. 
In den Jahren 1975/1976 zogen sie nach Unterlangenbach, wo sie sich auf dem elterlichen Grundstück von Ehefrau Hilda ein Leibgedinghaus bauten und dort einzogen. Nach dem Wegzug von Helmut und Hilda Staiger im Jahre1976 blieben die Eltern Simon und Christina Staiger weiter im Steiglochhof wohnen. Als Simon Staiger am 10.12.1977 starb, zog Mutter Christina noch im selben Jahr zu Ihrem Sohn in den Unterlangenbach. 
Von 1978 bis 1989 mieteten zwei Familien den Hof als Ferienhaus. 
Im Jahr 1989 verkauften die Eheleute Staiger das Hofgebäude mit einer Hofraite von insgesamt 28 ar an den DRK Ortsverein Hornberg e.V. Unter Leitung von Thomas Schwertel, dem 1. Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins von 1985 bis 2009, wurde das Anwesen nach und nach mit viel Initiative und Eigenleistung zu einem Freizeitheim umgebaut. 
Neben den Aus- und Umbaumaßnahmen im Haus wurde mit einer Quellfassung oberhalb des Hofgebäudes eine dem neuesten Stand der Technik entsprechende Trinkwasserversorgung installiert. Die Wasserqualität entspricht höchsten Ansprüchen. Abwasserreinigung und Abwasserentsorgung erfolgt durch eine moderne Drei-Kammer-Kläranlage unterhalb des Gebäudes. Behagliche Wärme im ganzen Haus garantiert die Öl-Zentralheizung.
Anfangs 2010 haben wir neu investiert. Das gesamte Dachgeschoss wurde zu einem Seminar-, Tagungs- oder einfach nur Festraum umgebaut und zusätzlich wurde eine neue Edelstahlküche installiert. Wir haben so viele begeisterte Gäste in unserem Freizeitheim „Steiglochhof“.

Wann dürfen wir Sie begrüßen?
Schauen Sie bei uns rein – www.steiglochhof-hornberg.de